Ge­zwit­scher 2014

Ehe ich es doch noch vergesse, durchforste ich mal meine Eingebungen auf Twitter und Google+ nach jenen Momenten, deren Charme jenseits des Moments wirkt.

Politik

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Get Off Laws – Jahresrückblick 2014

Wie für jedes Jahr habe ich auch für 2014 einen subjektiv verschwurbelten Rückblick aus Film-, Serien- und Musikschnipseln erstellt, den ich hier, ebenso wie dessen Entstehungsprozess, etwas näher beleuchten möchte.

Year 2014 – Get Off Laws by Jensprausnitz on Mixcloud

Jedesmal wieder bin ich froh darüber, die Anstrengung der Zusammenstellung eines Mixtapes auf mich genommen zu haben. Ja, ich nenne es immer noch Mixtape, obwohl er nur noch rein digital existiert. Schlimmer noch, dieser ist der erste, der mit meiner “80 Minuten Regel” bricht – jener Grenze, die gewährleistete, dass man sich den Mix auf eine CD brennen konnte. Mixtape deshalb, weil das das Medium ist, mit dem ich in die Welt des Schnitts eingetaucht bin. Ich bin ein bekennender Kassettenjunge. Meine Welt hatte zwei Seiten, 2x 45 Minuten, was nicht nur bei Kassetten, sondern auch bei Spielfilmen eine Richtgröße ist, die vielen ins Hirn gemeißelt ist. Nach den Kassetten kamen eben die CDs, Selbstgebrannte versteht sich, doch inzwischen greife selbst ich immer seltener auf dieses Trägermedium zurück, und da die Hauptverbreitungsquelle inzwischen ein Streamingdienst ist, ergibt das Festhalten an den 80 Minuten kaum mehr einen Sinn.

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Camerimage 2014

Eine Liebeserklärung an das Filmfestival für Kameramänner und Kamerafrauen, sowie alle die es werden wollen schlechthin: Camerimage in Bydgoszcz, Polen. Es ist die 22. Ausgabe, mein zehntes Mal, und Zeit für eine Bilanz, um meiner schleichenden Entfremdung auf den Grund zu gehen.

CI2014stuff
Festivalkrimskrams

Dieses Festival ist etwas besonderes. Kein anderes hat eine derart familiäre Atmosphäre, was vielleicht auch daran liegt, das seit jeher Filmstudenten, die sich üblicherweise kein Hotelzimmer leisten können, bei Gastfamilien unterkommen, um dort mit der polnischen Gastfreundschaft konfrontiert zu werden, deren Herzlichkeit eben so rührend, wie reichhaltig an Kalorien ist. So erlebte ich selbst vor mittlerweile 15 Jahren mein erstes Camerimage, damals noch in Toruń, wie auch ein weiteres Mal in Łódź, danach nur noch in Hotels, in denen es fast immer Schwierigkeiten mit der Internetverbindung gab – was sich leider auch aktuell in Bydgoszcz fortsetzt. Seitdem schlafe ich dort zwar immer noch nicht viel mehr, aber verbringe deutlich mehr Zeit im Kino als auf den legendären Partys, die auch schon mal mit gefühlt 50 Studenten auf dem Hotelzimmer von Chris Doyle enden können. Dessen Schnapsnase begegnet man dort alle paar Jahre, und irgendwann hat man sich an seine Punk-Attitüde gewöhnt, und macht einen Bogen um ihn. Am anderen Ende des Spektrums begegnet man vollendeten Gentlemen wie Billy Williams, und seit ein paar Jahren auch Schnitt-Legenden wie Thelma Schoonmaker oder Pietro Scalia.

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MAUERFALLHÖHLCHEN

Maurer hier.
Mauren dort.
Dämmstoff dir.
Tapete mir.

Mauern tragen.
Mauern trennen.
Mauern schweigen.
Mauern lauern.

Er-tragende.
Auf-trennende.
Viel-sagende.
Ka-lauernde.

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Wie aus Obi-Wan Kenobi Darth Vader wurde (1)

Ab sofort lade ich euch dazu ein bei der Entstehung eines STAR-WARS-Mockup-Trailers dabei zu sein, der es sich zum Ziel gesetzt hat die wahre Geschichte von Darth Vader zu erzählen, in der es Anakin Skywalker nie gegeben hat…

WOWKDVW(1)
Obi-Wan macht den Vader

Wie in den Kommentaren unter dem ersten Artikel dieser Reihe angedroht möchte ich euch heute in die Geheimnisse des Filmschnitts einweihen, die ihn aus seinem Schattendasein ans Licht zerren. Denn Filmschnitt ist mitnichten nur das Aneinanderreihen der Szenen anhand des Drehbuchs, und ta-daaa! Fertig ist der Film. Die gibt es auch, und leider sieht man es diesen oft seelenlosen Filmen an, dass sie so uninspiriert entstanden sind. Das kann jeder, der sich das grundlegende Handwerkszeug aneignet und ein paar Jahre übt. Damit eine Szene rhythmisch wird, sich fließend ansehen lässt, auf den Beat schneiden – das ist kein Kunststück sondern Handwerk. Die wahre Magie des Schnitts blüht da auf wo er einem zeigt, dass in dem Rohmaterial eines Films noch ganz andere Erzählmöglichkeiten verborgen liegen, von denen weder der Drehbuchautor noch die Regisseurin je bewußt etwas geahnt haben. Diese alternativen Filmversionen zu erkennen und den Autoren des Films als Arbeitsmaterial zur Verfügung zu stellen ist die Königsdisziplin eines jeden Schnittmeisters. Diese Schätze gilt es zu heben und vielleicht zu ihrem Recht kommen zu lassen. Vor allem wenn sie spannender sind als die im Drehbuch angelegte Geschichte.

Was unser w.rite club für die Drehbucharbeit macht, soll diese Serie nun für den Filmschnitt leisten. Ebenso wie dort stelle ich hier das Material bzw. die Idee dazu zur Verfügung – nicht umsonst habe ich dafür etwas ausgewählt, das bei den meisten von euch im DVD-Regal steht, nämlich die Star Wars Trilogie. Na gut, beide. Anhand einer konkreten Idee begleite ich euch durch die Abschnitte von der Idee über die Materialsichtung, den Rohschnitt, Feinschnitt bis hin zur Verbreitung.

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